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Sommerlicher Wärmeschutz: Nachweis nach DIN 4108-2

Mit Sonneneintragskennwerten oder thermischer Simulation – für Neubau, Anbau, Dachausbau und Häuser, die im Sommer zu heiß werden.

Prinzip: Sonnenschutz außen, Dachfenster, Speichermasse, Nachtlüftung und Verglasung bestimmen, wie warm ein Raum im Sommer wird26 °C123456
  1. 1Sonnenschutz außen (FC)
  2. 2Dachfenster und Neigung
  3. 3Speichermasse der Bauteile
  4. 4Lüftung in der Nacht
  5. 5Temperatur im Raum
  6. 6Verglasung (g-Wert)
Beide Verfahren nach DIN 4108-2
Bundesweit, nur nach Plänen
Auf Wunsch jeder Raum einzeln
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Wann Sie den Nachweis brauchen

Pflicht beim Neubau – und oft beim Anbau

Der Nachweis zeigt, dass sich Räume im Sommer nicht unzumutbar aufheizen. Das Gesetz verlangt ihn für neue Gebäude und für größere Anbauten.

Pflicht

Neubau Wohngebäude

Jedes neue Gebäude braucht einen ausreichenden sommerlichen Wärmeschutz nach DIN 4108-2.

§ 14 Gebäudemodernisierungsgesetz →
Pflicht

Anbau und Ausbau

Kommen mehr als 50 m² zusammenhängende Nutzfläche hinzu, gilt der Nachweis auch hier – zum Beispiel beim Dachausbau.

§ 39 Abs. 2 Gebäudemodernisierungsgesetz →
freiwillig

Bestand mit Hitzeproblem

Ihr Dachgeschoss wird im Sommer zu heiß? Wir rechnen, welcher Sonnenschutz, welche Verglasung oder welche Lüftung wirklich hilft – bevor Sie investieren.

Zwei Verfahren

Wir rechnen beide – und wählen das passende

Für viele Häuser reicht das vereinfachte Verfahren. Bei großen Glasflächen oder knappen Ergebnissen rechnen wir genauer mit Simulation.

Sonneneintrags­kennwert­verfahren

DIN 4108-2:2013-02, Abschnitt 8.3
Svorh = Σ (Aw · gtot) / AG ≤ Szul = Σ SxFensterfläche mal Gesamtenergiedurchlass (mit Sonnenschutz), geteilt durch die Grundfläche des Raums – verglichen mit dem zulässigen Wert aus Klimaregion, Bauart, Nachtlüftung, Fensteranteil, Neigung und Orientierung.
  • Nachweis für den kritischen Raum – auf Wunsch für jeden Raum
  • Sommerklimaregion A, B oder C nach dem Standort
  • Schnell, nachvollziehbar, mit festen Randbedingungen
Passt für übliche Fenstergrößen und klare Grundrisse. Nicht möglich bei Doppelfassaden und transparenter Wärmedämmung – dann rechnen wir mit Simulation.

Thermische Gebäude­simulation

DIN 4108-2:2013-02, Abschnitt 8.4
8.760 hStundenwerte für ein ganzes Jahr
1.200 Kh/ahöchstens im kritischen Raum (Wohnen)
25/26/27 °CBezugswert in Klimaregion A/B/C
Schema: Raumtemperatur an drei Sommertagen, Bezugswert 26 Grad; die Fläche über dem Bezugswert sind die Übertemperaturgradstunden20 °C26 °C30 °CTag 1Tag 2Tag 3
RaumtemperaturBezugswert 26 °C (Klimaregion B)Übertemperatur, gezählt in KhSchema, keine Messwerte
Passt für große Glasflächen, Dachfenster, offene Grundrisse – oder wenn das vereinfachte Verfahren knapp wird. Die Simulation berücksichtigt zum Beispiel den echten Rahmenanteil der Fenster genauer. Das kann teuren Sonnenschutz ersparen.
Die Stellschrauben

Was einen Raum im Sommer kühl hält

Symbolbild (KI-generiert): Dachgeschosszimmer im Sommer, Sonne fällt ungehindert durch ein großes Dachfenster
Ohne Sonnenschutz heizt die Sonne das Dachgeschoss auf. Symbolbild (KI-generiert)
Symbolbild (KI-generiert): Südfassade eines Einfamilienhauses mit halb heruntergelassenen außenliegenden Raffstores
Außenliegende Raffstores halten die Sonne vor der Scheibe ab. Symbolbild (KI-generiert)
Vergleich: Sonnenschutz innen lässt die Sonne durchs Glas, die Wärme entsteht im Raum. Sonnenschutz außen fängt die Sonne vor der Scheibe ab, der Raum bleibt kühler.Sonnenschutz innenDie Sonne kommt durchs Glas –die Wärme entsteht im Raum.Sonnenschutz außenDer Behang fängt die Sonnevor der Scheibe ab.
Darum wirkt Sonnenschutz außen deutlich stärker als ein Rollo innen. Prinzipskizze
Sonnenschutz außen

Raffstore oder Rollladen außen halten weit mehr Sonne ab als ein Rollo innen.

Fenster und Verglasung

Größe, Ausrichtung und g-Wert der Verglasung bestimmen, wie viel Sonne hereinkommt.

Dachfenster

Flach geneigte Fenster bekommen im Sommer besonders viel Sonne ab.

Speichermasse

Schwere Bauteile puffern die Wärme des Tages – leichte Bauweise heizt schneller auf.

Lüften in der Nacht

Kühle Nachtluft holt die gespeicherte Wärme wieder aus dem Haus.

Standort

Die Sommerklimaregion A, B oder C legt fest, wie streng gerechnet wird.

Anteiliger Wert S₁ für den zulässigen Sonneneintrag – Wohngebäude, Klimaregion B, mittlere Bauart
ohne Nachtlüftung0,067
erhöhte Nachtlüftung (n ≥ 2 h⁻¹)0,103
hohe Nachtlüftung (n ≥ 5 h⁻¹)0,152

DIN 4108-2:2013-02, Tabelle 8. Dazu kommen Anteile für Fensterflächenanteil, Sonnenschutzglas, Fensterneigung, Orientierung und passive Kühlung.

Aus der Praxis

16 Räume, alle nachgewiesen

Beim Umbau eines Einfamilienhauses von 1956 zum Effizienzhaus 55 EE in Dormagen haben wir den sommerlichen Wärmeschutz für jeden der 16 Räume nachgewiesen – mit dem Sonneneintragskennwertverfahren, Sommerklimaregion B.

Kritischster Raum: eine Diele im Dachgeschoss mit Dachfenster.0,056 ≤ 0,070Eingehalten dank Sonnenschutz außen am Dachfenster (FC = 0,30) und erhöhter Nachtlüftung.

Alle anderen Räume liegen deutlich unter dem zulässigen Wert. Das ganze Projekt – vom Sanierungsfahrplan bis zur Bestätigung als Effizienzhaus – zeigen wir in den Projektbeispielen.

Zum Projektbeispiel →
Ausnutzung des zulässigen Sonneneintrags je Raumvorhandener Wert geteilt durch zulässigen Wert – unter 100 % ist der Nachweis erfüllt
  1. DG Diele80 %: 0,056 von zulässig 0,070
  2. EG Garderobe64 %: 0,099 von zulässig 0,155
  3. OG Kind 263 %: 0,098 von zulässig 0,155
  4. EG Essen62 %: 0,097 von zulässig 0,156
  5. OG Schlafen61 %: 0,095 von zulässig 0,157
  6. OG Ankleide59 %: 0,093 von zulässig 0,158
  7. OG WC52 %: 0,068 von zulässig 0,132
  8. OG Diele51 %: 0,083 von zulässig 0,163
  9. OG Kind 146 %: 0,077 von zulässig 0,166
  10. EG Dusche40 %: 0,049 von zulässig 0,124
  11. EG Küche35 %: 0,078 von zulässig 0,221
  12. DG Dachboden34 %: 0,068 von zulässig 0,201
  13. EG Wohnen31 %: 0,042 von zulässig 0,134
  14. EG Büro30 %: 0,053 von zulässig 0,177
  15. EG Treppenhaus29 %: 0,051 von zulässig 0,178
  16. OG Bad26 %: 0,047 von zulässig 0,180
kritischer Raumübrige RäumeBalkenende rechts = 100 % (Grenze)
Alle 16 Räume als Tabelle
RaumSvorhSzulAnteil
DG Diele0,0560,07080 %
EG Garderobe0,0990,15564 %
OG Kind 20,0980,15563 %
EG Essen0,0970,15662 %
OG Schlafen0,0950,15761 %
OG Ankleide0,0930,15859 %
OG WC0,0680,13252 %
OG Diele0,0830,16351 %
OG Kind 10,0770,16646 %
EG Dusche0,0490,12440 %
EG Küche0,0780,22135 %
DG Dachboden0,0680,20134 %
EG Wohnen0,0420,13431 %
EG Büro0,0530,17730 %
EG Treppenhaus0,0510,17829 %
OG Bad0,0470,18026 %
So läuft es ab

Von den Plänen zum Nachweis

  1. 1
    Pläne senden
    per E-Mail, egal von wo
  2. 2
    Angebot
    Preis vorab, passend zum Haus
  3. 3
    Räume prüfen
    kritische Räume bestimmen
  4. 4
    Rechnen
    Sonneneintrag oder Simulation
  5. 5
    Nachweis
    mit Dokumentation – und Vorschlägen, falls es knapp wird
Was wir von Ihnen brauchen

Diese Unterlagen reichen

Fehlt etwas, sagen wir Ihnen genau, welche Angabe wir noch brauchen.

Grundrisse aller Geschosse
Schnitte und Ansichten
Lageplan mit Nordpfeil
Fensterliste mit Maßen und g-Wert
Art des Sonnenschutzes
Aufbau von Wänden, Decken und Dach
Angaben zur Lüftung
Adresse des Grundstücks (für die Klimaregion)
Häufige Fragen

Sommerlicher Wärmeschutz – kurz erklärt

Wann ist der Nachweis zum sommerlichen Wärmeschutz Pflicht?

Für jedes neue Gebäude (§ 14 Gebäudemodernisierungsgesetz). Beim Anbau oder Ausbau gilt er, wenn mehr als 50 m² zusammenhängende Nutzfläche hinzukommen (§ 39 Abs. 2 Gebäudemodernisierungsgesetz).

Welches Verfahren ist das richtige?

Für viele Häuser reicht das Sonneneintragskennwertverfahren nach DIN 4108-2, Abschnitt 8.3. Bei großen Glasflächen, Dachfenstern oder knappen Ergebnissen rechnen wir mit thermischer Simulation nach Abschnitt 8.4. Bei Doppelfassaden oder transparenter Wärmedämmung ist das vereinfachte Verfahren nicht zulässig.

Was ist der Sonneneintragskennwert?

Ein Rechenwert dafür, wie viel Sonnenenergie über die Fenster in einen Raum gelangt: Fensterfläche mal Gesamtenergiedurchlass (mit Sonnenschutz), geteilt durch die Grundfläche. Er darf den zulässigen Wert nicht überschreiten, der sich aus Klimaregion, Bauart, Nachtlüftung, Fensteranteil, Neigung und Orientierung ergibt.

Was sind Übertemperaturgradstunden?

Für jede Stunde, in der die Raumtemperatur über dem Bezugswert liegt, wird die Überschreitung in Kelvin gezählt und über das Jahr addiert. Für Wohngebäude sind höchstens 1.200 Kh im Jahr zulässig; der Bezugswert liegt je nach Sommerklimaregion A, B oder C bei 25, 26 oder 27 °C (DIN 4108-2:2013-02, Tabelle 9).

Kann auf den Nachweis verzichtet werden?

Ja, in zwei Fällen nach DIN 4108-2:2013-02, Abschnitt 8.2.2: wenn der Fensterflächenanteil bezogen auf die Grundfläche klein ist (zum Beispiel höchstens 10 % bei senkrechten Fenstern von Nordwest über Süd bis Nordost) – oder bei Wohngebäuden, deren kritischer Raum höchstens 35 % Fensterflächenanteil hat und deren Fenster nach Ost, Süd und West einen Sonnenschutz außen mit FC höchstens 0,30 haben (bei Glas mit g höchstens 0,40: FC höchstens 0,35). Ob das zutrifft, prüfen wir vorab.

Arbeiten Sie bundesweit?

Ja. Wir rechnen nach Ihren Plänen, ein Termin vor Ort ist in der Regel nicht nötig. Die Sommerklimaregion ergibt sich aus dem Standort des Gebäudes.

Welche Unterlagen brauchen Sie?

Grundrisse, Schnitte und Ansichten, einen Lageplan mit Nordpfeil, die Fensterliste mit Maßen und g-Wert, die Art des Sonnenschutzes, die Bauteilaufbauten und Angaben zur Lüftung. Fehlt etwas, sagen wir Ihnen genau, was wir noch brauchen.

Was ändert sich ab 2027?

Ab 1. Januar 2027 verweist § 14 Gebäudemodernisierungsgesetz auf die neue Ausgabe DIN 4108-2:2026-05. Es bleibt bei den beiden Verfahren – Sonneneintragskennwerte oder Simulation mit Übertemperaturgradstunden –, die Abschnitte der Norm sind neu nummeriert. Welche Ausgabe für Ihr Vorhaben gilt, klären wir vorab.

Was kostet der Nachweis?

Das hängt vom Gebäude und vom Verfahren ab. Sie senden uns die Pläne, wir nennen Ihnen vorab den Preis.

Hilft das auch, wenn mein Haus heute schon zu heiß wird?

Ja. Dann rechnen wir die betroffenen Räume nach und vergleichen Maßnahmen – etwa Sonnenschutz außen, eine andere Verglasung oder Lüften in der Nacht. So wissen Sie vorher, was wirklich hilft.

Kontakt

Pläne senden, Preis erhalten

Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Die Pläne schicken Sie am einfachsten als PDF an info@enschotec.de. Wir melden uns mit einem Angebot.

Burghofstraße 40, 40223 Düsseldorf – wir arbeiten bundesweit


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