Pflicht beim Neubau – und oft beim Anbau
Der Nachweis zeigt, dass sich Räume im Sommer nicht unzumutbar aufheizen. Das Gesetz verlangt ihn für neue Gebäude und für größere Anbauten.
Neubau Wohngebäude
Jedes neue Gebäude braucht einen ausreichenden sommerlichen Wärmeschutz nach DIN 4108-2.
§ 14 Gebäudemodernisierungsgesetz →Anbau und Ausbau
Kommen mehr als 50 m² zusammenhängende Nutzfläche hinzu, gilt der Nachweis auch hier – zum Beispiel beim Dachausbau.
§ 39 Abs. 2 Gebäudemodernisierungsgesetz →Bestand mit Hitzeproblem
Ihr Dachgeschoss wird im Sommer zu heiß? Wir rechnen, welcher Sonnenschutz, welche Verglasung oder welche Lüftung wirklich hilft – bevor Sie investieren.
Wir rechnen beide – und wählen das passende
Für viele Häuser reicht das vereinfachte Verfahren. Bei großen Glasflächen oder knappen Ergebnissen rechnen wir genauer mit Simulation.
Sonneneintragskennwertverfahren
- Nachweis für den kritischen Raum – auf Wunsch für jeden Raum
- Sommerklimaregion A, B oder C nach dem Standort
- Schnell, nachvollziehbar, mit festen Randbedingungen
Thermische Gebäudesimulation
16 Räume, alle nachgewiesen
Beim Umbau eines Einfamilienhauses von 1956 zum Effizienzhaus 55 EE in Dormagen haben wir den sommerlichen Wärmeschutz für jeden der 16 Räume nachgewiesen – mit dem Sonneneintragskennwertverfahren, Sommerklimaregion B.
Alle anderen Räume liegen deutlich unter dem zulässigen Wert. Das ganze Projekt – vom Sanierungsfahrplan bis zur Bestätigung als Effizienzhaus – zeigen wir in den Projektbeispielen.
Zum Projektbeispiel →- DG Diele80 %: 0,056 von zulässig 0,070
- EG Garderobe64 %: 0,099 von zulässig 0,155
- OG Kind 263 %: 0,098 von zulässig 0,155
- EG Essen62 %: 0,097 von zulässig 0,156
- OG Schlafen61 %: 0,095 von zulässig 0,157
- OG Ankleide59 %: 0,093 von zulässig 0,158
- OG WC52 %: 0,068 von zulässig 0,132
- OG Diele51 %: 0,083 von zulässig 0,163
- OG Kind 146 %: 0,077 von zulässig 0,166
- EG Dusche40 %: 0,049 von zulässig 0,124
- EG Küche35 %: 0,078 von zulässig 0,221
- DG Dachboden34 %: 0,068 von zulässig 0,201
- EG Wohnen31 %: 0,042 von zulässig 0,134
- EG Büro30 %: 0,053 von zulässig 0,177
- EG Treppenhaus29 %: 0,051 von zulässig 0,178
- OG Bad26 %: 0,047 von zulässig 0,180
Alle 16 Räume als Tabelle
| Raum | Svorh | Szul | Anteil |
|---|---|---|---|
| DG Diele | 0,056 | 0,070 | 80 % |
| EG Garderobe | 0,099 | 0,155 | 64 % |
| OG Kind 2 | 0,098 | 0,155 | 63 % |
| EG Essen | 0,097 | 0,156 | 62 % |
| OG Schlafen | 0,095 | 0,157 | 61 % |
| OG Ankleide | 0,093 | 0,158 | 59 % |
| OG WC | 0,068 | 0,132 | 52 % |
| OG Diele | 0,083 | 0,163 | 51 % |
| OG Kind 1 | 0,077 | 0,166 | 46 % |
| EG Dusche | 0,049 | 0,124 | 40 % |
| EG Küche | 0,078 | 0,221 | 35 % |
| DG Dachboden | 0,068 | 0,201 | 34 % |
| EG Wohnen | 0,042 | 0,134 | 31 % |
| EG Büro | 0,053 | 0,177 | 30 % |
| EG Treppenhaus | 0,051 | 0,178 | 29 % |
| OG Bad | 0,047 | 0,180 | 26 % |
Von den Plänen zum Nachweis
- 1Pläne sendenper E-Mail, egal von wo
- 2AngebotPreis vorab, passend zum Haus
- 3Räume prüfenkritische Räume bestimmen
- 4RechnenSonneneintrag oder Simulation
- 5Nachweismit Dokumentation – und Vorschlägen, falls es knapp wird
Diese Unterlagen reichen
Fehlt etwas, sagen wir Ihnen genau, welche Angabe wir noch brauchen.
Sommerlicher Wärmeschutz – kurz erklärt
Wann ist der Nachweis zum sommerlichen Wärmeschutz Pflicht?
Für jedes neue Gebäude (§ 14 Gebäudemodernisierungsgesetz). Beim Anbau oder Ausbau gilt er, wenn mehr als 50 m² zusammenhängende Nutzfläche hinzukommen (§ 39 Abs. 2 Gebäudemodernisierungsgesetz).
Welches Verfahren ist das richtige?
Für viele Häuser reicht das Sonneneintragskennwertverfahren nach DIN 4108-2, Abschnitt 8.3. Bei großen Glasflächen, Dachfenstern oder knappen Ergebnissen rechnen wir mit thermischer Simulation nach Abschnitt 8.4. Bei Doppelfassaden oder transparenter Wärmedämmung ist das vereinfachte Verfahren nicht zulässig.
Was ist der Sonneneintragskennwert?
Ein Rechenwert dafür, wie viel Sonnenenergie über die Fenster in einen Raum gelangt: Fensterfläche mal Gesamtenergiedurchlass (mit Sonnenschutz), geteilt durch die Grundfläche. Er darf den zulässigen Wert nicht überschreiten, der sich aus Klimaregion, Bauart, Nachtlüftung, Fensteranteil, Neigung und Orientierung ergibt.
Was sind Übertemperaturgradstunden?
Für jede Stunde, in der die Raumtemperatur über dem Bezugswert liegt, wird die Überschreitung in Kelvin gezählt und über das Jahr addiert. Für Wohngebäude sind höchstens 1.200 Kh im Jahr zulässig; der Bezugswert liegt je nach Sommerklimaregion A, B oder C bei 25, 26 oder 27 °C (DIN 4108-2:2013-02, Tabelle 9).
Kann auf den Nachweis verzichtet werden?
Ja, in zwei Fällen nach DIN 4108-2:2013-02, Abschnitt 8.2.2: wenn der Fensterflächenanteil bezogen auf die Grundfläche klein ist (zum Beispiel höchstens 10 % bei senkrechten Fenstern von Nordwest über Süd bis Nordost) – oder bei Wohngebäuden, deren kritischer Raum höchstens 35 % Fensterflächenanteil hat und deren Fenster nach Ost, Süd und West einen Sonnenschutz außen mit FC höchstens 0,30 haben (bei Glas mit g höchstens 0,40: FC höchstens 0,35). Ob das zutrifft, prüfen wir vorab.
Arbeiten Sie bundesweit?
Ja. Wir rechnen nach Ihren Plänen, ein Termin vor Ort ist in der Regel nicht nötig. Die Sommerklimaregion ergibt sich aus dem Standort des Gebäudes.
Welche Unterlagen brauchen Sie?
Grundrisse, Schnitte und Ansichten, einen Lageplan mit Nordpfeil, die Fensterliste mit Maßen und g-Wert, die Art des Sonnenschutzes, die Bauteilaufbauten und Angaben zur Lüftung. Fehlt etwas, sagen wir Ihnen genau, was wir noch brauchen.
Was ändert sich ab 2027?
Ab 1. Januar 2027 verweist § 14 Gebäudemodernisierungsgesetz auf die neue Ausgabe DIN 4108-2:2026-05. Es bleibt bei den beiden Verfahren – Sonneneintragskennwerte oder Simulation mit Übertemperaturgradstunden –, die Abschnitte der Norm sind neu nummeriert. Welche Ausgabe für Ihr Vorhaben gilt, klären wir vorab.
Was kostet der Nachweis?
Das hängt vom Gebäude und vom Verfahren ab. Sie senden uns die Pläne, wir nennen Ihnen vorab den Preis.
Hilft das auch, wenn mein Haus heute schon zu heiß wird?
Ja. Dann rechnen wir die betroffenen Räume nach und vergleichen Maßnahmen – etwa Sonnenschutz außen, eine andere Verglasung oder Lüften in der Nacht. So wissen Sie vorher, was wirklich hilft.
Pläne senden, Preis erhalten
Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Die Pläne schicken Sie am einfachsten als PDF an info@enschotec.de. Wir melden uns mit einem Angebot.





